Die Typhoon Familie

© Dr. Ralph Okon 17.01.2021

 

Übersicht

 

Die Arbeiten am Projekt "Typhoon" begannen im Jahre 2011.
Aus heutiger Sicht erscheint es recht lustig, dass dieses Speedmodell eigentlich nur entwickelt wurde, weil es damals einen Speedpiloten mit einem sehr guten Modell gab, dem die Zusammenarbeit zweier anderer Piloten so gar nicht passte und der deswegen seine Erlaubnis zum Bau bzw. zur Nutzung seines (modifizierten) Modells widerrief.

Damals ahnte natürlich noch niemand, dass er damit die Entwicklung der bis heute erfolgreichsten Speedmodellfamilie angestoßen hatte.

Die "Typhoon"-Familie von Dr. Marcus Koch umfasst 3 verschieden große Modelle:

Typhoon XXS
Spannweite 173 cm
Max. FAI-Gewicht: 2950g

Typhoon XS
Spannweite 186 cm
Max. FAI-Gewicht: 3295g

Typhoon
Spannweite 210 cm
Max. FAI-Gewicht: 3900g

 

Erstmals gezeigt und geflogen wuden die Modelle vom Konstrukteur Dr. Marcus Koch und seinem Baupartner Stefan Baier beim RC-Network Championat 2012 in Osnabrück.
Auf Anhieb konnten die Plätze 6 und 7 erreicht werden.
Der neue Rumpf entsteht.
Von vorn herein wurde damals der damals beginnende Trend zu größeren Motoren, Stellern und mehr Akkuzellen berücksichtigt.
Das erste komplette Urmodell.
Es wurde nichts CNC gefräst, sondern das Urmodell entstand vollständig in aufwändiger Handarbeit.
Die Fläche wurde mit Musterrippen aufgebaut.
Lackiert und bereit zum Abformen.
Das Rumpfurmodell eingebettet zum Abformen.
Die Gewebelagen sind aufgebracht.
Die Form ist mit Poraver hinterfüllt.
Eine Formhälfte.
Ein Satz Formen für Rumpf und Leitwerk.

Der Rumpf des" Typhoon" im Vergleich zum "Eagle-T".
Der "Typhoon" ist sehr viel geräumiger und der Leitwerksträger ist deutlich länger.
Die "Backen" am "Typhoon"-Rumpf können so gekürzt werden, dass die Motoren der Serien 42XX über 45XX bis hin zu den dicken 50XX übergangslos vor den Rumpf montiert werden können.
Je dicker (und schwerer) der Motor ist , desto kürzer wird die Rumpfnase - die nötige Schwerpunktlage ist so immer zu erreichen.
Um den Raum für die Akkupacks nicht einzuengen, wurden die Verschraubungen nach aussen verlegt.
So finden Steller, 3 Akkupacks und der Empfänger/+Akku problemlos Platz im Rumpf.
Da es inzwischen wegen der 5100mAh Speed Akkuzellen von SLS bei 16S doch wieder eng geworden ist, ist gegenwärtig ein weiterer, noch geräumigerer Rumpf in Entwicklung.

Bau der Flächenformen.
Die fertigen Flächenformen.
Ein Größenvergleich zwischen "Typhoon" und "Typhoon XS".
Stefans erster Typhoon, natürlichmit eigenem Design.
Sein "XS"
2x "Typhoon XXS" in leicht unterschiedlichem Design.
Mit diesem Typhoon war ein Helipilot ca. 2015 sehr schnell unterwegs.
Ein weiteres kunstvolles Flügeldesign.
Mir hat Marcus einen "Taifun" XS mit 4 Klappen im gewünschten "Paradiesvogel"-Design gebaut.
Das Modell kann sehr schnell geflogen werden und hat zugleich ausgezeichnete Segeleiegenschaften im Thermikflug.
Marcus' "Taifun" und "Ultra" bestückt mit den dicksten verfügbaren Motoren: HK 4550Speed und 5040Speed.
Ein 5050 liegt schon für den neuen "Großraumrumpf" bereit.

Doppel-CFK ist btw. mittlerweile die Standard-Version beim "Typhoon".
"Ultra" bedeutet je nach Wunsch Triple CFK mit zusätzlicher D-Box in verschiedenen Ausführungen, einen verstärkten Holm und Holmsteg sowie einen verstärkten Rumpf!

Es ist anzunehmen, dass diese Modellvariante in der Luft gegenwärtig als unzerstörbar gelten darf.

Dieser "Typhoon XS ultra" ist bereits 2018 >600km/h geflogen.

Angetrieben wird er von bis zu 18S 3000er höchststromfähiger Prototypenzellen und einem getunten Kontronik "Pyro 1000" (12N14P mit Statorgröße 5040)
Pilot: Christian Hidde

Mit diesem "Typhoon XS ultra" war Tim Moldtmann bei der PCSC 2019 mit 623km/h in einer Richtung ebenfalls extrem schnell unterwegs.
Kai Koppenburg (links) hält mit seinem "Typhoon" (10S Speed5100mAh von SLS; einem YGE 320HV vom Heino Jung und einem Powercroco HK 5040 mit 0,1er Blechen) seit 2018 den aktuellen FAI Weltrekord in der Klasse F175 mit 515km/h.

Kai ist schon seit 2013 mit seinen "Typhoons" sehr erfolgreich unterwegs:

2013:
Jeweils schnellste Flüge auf den Speedflugmeetings in Bad Wünnenberg und Spelle
1. Platz, Klasse F3S-F, DM Speedcup Osnabrück, 461,9 km/h
zwischenzeitlicher WR Klasse No. 175 mit 470 km/h,
schnellster Flug aus einer Richtung mit 507km/h

2014:
2. Platz, Klasse F3S-F, DM Speedcup Tussenhausen, 485,52 km/h,
schnellster Flug aus einer Richtung mit 503 km/h

2017:
3. Platz, Klasse F3S-F Limited, DM Speedcup VLP Ballenstedt, 400 km/h
3. Platz, Klasse F3S-F, DM Speedcup VLP Ballenstedt, 482 km/h

2018:
1. Platz PowerCrocoSpeedChallenge, Flächenflieger offene Klasse, VLP Ballenstedt, 526 km/h
FAI-Weltrekord Klasse 175, VLP Ballenstedt, 515,137 km/h = erster Flug unter FAI Regeln mit über 500 km/h im Mittel

2019:
3. Platz PowerCrocoSpeedChallenge, Flächenflieger offene Klasse, VLP Ballenstedt, 536 km/h
schnellste persönliche Einzelstrecke mit 587km/h
FAI-Weltrekordversuche Klasse 175 mit 514km/h wurde der bestehende WRquasi bestätigt.

2020:
1. Platz, Klasse F3S-F42, DM Speedcup VLP Ballenstedt, 523 km/h
3. Platz, Klasse F3S-F Limited, DM Speedcup VLP Ballenstedt, 420 km/h

Kais "Typhoon ultra" mit HK 5050 Speed für bis zu 25kW Antriebsleistung - wenn genug Akkus in den Rumpf passen.

Ein geräumigerer Rumpf für bis zu 18S der 5100er Speedzellen von SLS ist bereits im Entstehen.

Der aktuelle "Typhoon" für Tim Moldtmann, Design 2020 ausgelegt für 16S mit HK 5040 Speed.
Bei der DM 2020 F3Speed konte er damit mit 519km/h den 2. Platz belegen.

Bei der PCSC 2019 in Ballenstedt war nahezu der gesamte "Typhoon"-Schwarm am Start. Die Teampiloten: Stefan Baier, Kai Koppenburg, Stanley Spichtinger, Dr. Marcus Koch, Meinhard Schöll mit dem Impellertyphoon, Thomas Moldtmann und Tim Moldtmann mit dem grüner "Typhoon Ultra"


Marcus selber hat eine beeindruckende Sammlung dieser tollen Modelle.

 

Mit Modellen aus der Typhoon-Famlie konnten im Laufe der Jahre mehrere Deutsche Meisterschaften gewonnen,
weitere sehr gute Wettbewerbsplatzierungen (25x Platz 1-3) erreicht und
diverse inoffizielle Rekorde und 4 offizielle FAI Weltrekorde erflogen werden.
Kein anderes Modell im Speedzirkus war jemals derart erfolgreich!

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