Diese Webseite ist privat nach § 55 Abs. 1 RStV, gestaltet von Dr. Ralph Okon, Anger 97, DE 99880 Teutleben.
Es werden von mir keine cookies verwendet. Es werden durch mich keine Daten von Nutzern erhoben.
Auf die Erhebung von Nutzerdaten durch den Provider (die 1&1 Internet SE und die 1&1 Telecommunication SE sind Unternehmen der United Internet Gruppe) habe ich keinerlei Einfluss.
Über die Datenerhebung und Datennutzung durch den Provider können Sie sich hier informieren.

Der Warp 10


(2008)

© Dr. Ralph Okon xx.xx.20xx

Übersicht

 

Die Geschichte des "Warp 10" begann Anfang 2008 mit meiner Anfrage an den Marcus, ob man einen geräumigen Rumpf für meine hochfeste "Erwin-4" DS 2-Klappenfäche (gebaut von Marcus Podivin (pcm.at) bauen könnte.
Der zunächst geplante Rumpf vom "Aldebaran" von Ragnar Sanftenberg war mir zu kurz und bot vor allem zu wenig Raum für Akkus, Steller und Motor.
Marcus meinte dazu:
"Also was man machen könnte, wäre den EAGLE-Rumpf komplett umzubauen auf T-Leitwerk.
Oder eben auf V-Leitwerk zu lassen und nur vorne umzubauen und eine neue Form zu machen.
Ich hab Dir mal Fotos vom Eagle-Rumpf gemacht mit meiner "Flamingo II" Tragfläche mit 186 cm Spannweite.
Man müßte quasi nur die Tragfläche etwas nach hinten setzen, so wie auf dem Foto.
Dann paßt der Hebelarm und Platz ist mal mehr als genug für 10S Kokam."
weiter:
"Man muß den Powerjazz halt senkrecht stellen.
Der Rumpf hat vorne 46 mm. Wenn man Ihn um 40 mm kürzt, hätte man 49 mm!
Für 's Höhenruderservo ist unten am Rumpf ne Klappe etwa 15 cm hinter Tragflächenhinterkante, wo man auch den Empfänger verstecken kann!
Umbau auf T-Leitwerk wär aber auch kein Problem!
Müßte einfach ein "Flamingo"-Endstück dransetzen und fertig! T-Leitwerksformen hab ich genügend, die passen würden!"
Der besagte "Flamingo" war ein 4 Klappen F5B Hotliner.
Im Februar 2008 waren die Pläne dann gereift.

Markus fragte nach, ob ich Interesse an einem Rumpf mit noch mehr Platz als beim gezeigten "Eagle"-Rumpf und mit T-Leitwerk hätte, an den ich meine Tragflächen anpassen könnte.

Klar hatte ich jede Menge Interesse und sagte sofort zu!
Für den Marcus nen schicken, leistungsfähigen Motor zu machen, war doch eine "leichte Übung" für mich....

Wenig später hatte das Projekt vom Marcus seinen Namen bekommen, der irgendwie zugleich "Programm" war.
Die erste Fläche für den "Warp 10" war gebaut.

Das Rumpfurmodell war inzwischen bis auf ein paar kleine Schönheitkorrekturen spritzspachtelfertig, die Tragflächenanformung war dran und die EWD eingestellt.

Der Rumpf hatte jetzt vorne einen Durchmesser von 50 mm.
Wenn man genau 2 cm abschnitt war man genau auf 55 mm, was für meine damaligen Motoren optimal passen sollte.
So könnte man mit diesem Rumpf verschiedene Motoren verwenden und auf Spinner von 50-55 mm optimal einstellen.

Frühzeitig sollte auch ein dummie vom Rumpfvorderteil "quick and dirty" in GFK für die Anpassung des Motors gebaut und zu mir geschickt werden.

Im August 2008 gabs die ersten Fotos vom fertigen "Warp 10".
Im Leitwerksträger gab es eine kleine Klappe für den Empfänger+ Akku
Auch im Stellerbereich gab es eine Revisionsklappe.
Das angedachte Einbauprinzip für den Motor.
Den Motor wie üblich komplett im Rumpf drin zu verstecken kam für mich wegen der schlechteren Kühlung definitiv nicht in Frage.
Wir haben uns entschieden, den Spalt zwischen Rumpfwand und Motorglocke mit einem "kegelring" aus Alu aerodynamisch günstig abzudecken.
Am inzwischen zugelaufenen Rumpfvorderteildummie sah das dann so aus. (Skorpion 4015)
Die beiden "Warp"-Antriebe für Laucha: Ein 3525 und ein 4015 mit Übergangsring für den halbgetauchten Einbau.
Beide waren stark genug, um den 3516 in Steves "Hayabusa" deutlich hinter sich lassen zu können.
Gerade noch pünktlich zur DM 2008 in Laucha hatte Marcus 2 Modelle fertig.
Marcus mit seinem Warp 10 in Laucha.
Leider hatte ich es zu gut gemeint und das Modell war mit dem Antrieb deutlich übermotorisiert.
Bedingt durch die hohe Spannweite verwand sich offenbar die Tragfläche mit ihrer hohen Spannweite und das Modell hielt sich bei Höchstgeschwindigkeit nicht mehr an das, was der Pilot ihm eigentlich vorgab.
Das war die Kehrseite der sehr schnellen Entwicklung und quasi ausgefallenen Vorerprobungszeit.
Ausserdem waren wir in der Anfangszeit der E-Speederei taktisch auch noch nicht so fit, einfach mal 1 oder 2 zellen weniger einzusetzen.
Und Propeller mit weniger Steigung waren auch nicht zur Hand.
Die Problemchen waren mit einer geänderten Bauausführung zu beherrschen und ich konnte motormäßig nochmal nachlegen.
Den mit der besseren Bauweise (stabiler und trotzdem leichter) gewonnenen Gewichtsvorteil habe ich gleich aufgebraucht und in einen 4025 investiert.
Marcus hat dem Treibling gleich mal einen Spinner und eine hochsteigende Starrluftschraube ( 7,6" x 12,5" ) angepaßt.
Beim Speedtreffen in Osnabrück hatte der stabilere "Warp 10"-Nachfolger namens "Prodigy" seinen ersten Auftritt.
Marcus mit seinem "Prodigy" und ich mit meinem "Warp" auf der DM 2009 in Osnabrück
Die maximal erreichten Geschwindigkeiten mit den Modellen konnten bis auf 430km/h gesteigert werden, bevor es von seinem Nachfolger abgelöst wurde.
Die flightline aus "Warp"s und "Prodigy"s in Osnabrück
Meinen Warp habe ich Ende 2009 an Quick-Nick Kahlich abgegeben.
Das Modell konnte 2010 beim Speedtreffen in Kirberg bei einem Reglerbrand nicht mehr schnell genug gelandet werden und wurde beim Absturz komplett zerstört.
Das anfängliche PCM "Erwin 4" Fläche + "Warp"-Rumpf wurde ebenfalls umgesetzt.
Für's regelementgerechte Speeden war es wegen der extrem Stabilen Hartschalenfläche zu schwer um konkurrenzfähig viel Akku zuladen zu können.
In der Messstrecke konnten die 300km/h trotzdem damit übertroffen werden. Aber zum Spaß fliege ich das Modell heute immer noch sehr gern.
Warp Rumpf und Leitwerk kamen auch beim "Eagle-T" zum Einsatz.
Seit 2020 besitze ich wieder einen Warp-10, allerdings im schicken "Eisvogel"-Design und mit 4 Klappen Flügel.

 

Übersicht