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Eine Nanoblade wird gebaut

© Dr. Ralph Okon 03.11.2018

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Das kleinste Mitglied der "Blade"-Familie ist die "Nanoblade".
Sie ist ausgelegt für unsere "u250g" -Klasse.
Verfügbar ist sie in 2 Varianten:
Eine schnelle mit 55cm Spannweite und
eine eher zahme mit 65cm Spannweite.
Der Bausatz ist verfügbar bei Alex Grimm (AS-composites-wings) (link folgt wenn wieder verfügbar).
Abgebildet ist die kleinere, schnellere Variante.
Aktuell werden für den gezeigten Satz im Standard-design 130 Euro aufgerufen.
Im Prinzip sind alle nötigen Kleinteile enthalten.
Zusätzlich zum Bausatz werden gebraucht:

2 Flächenservos
( Hobbyking: HK5330, HKM-282A, BlueArrow D03013, Dymond: D47, gängige 3,7g Shockyservos... (2 Stück a' 4-20€)

1 Höhenleitwerksservo
(D03013, HKM282A, D47, Ds50mg,... (1x 4-20€)

1 Quadrocoptermotor der Baugröße 2205-2206
(Scorpion M2205, Brotherhobby T2, T-Motor F80, Racerstar 2406.... (5-25€)

1 Empfänger mit mindestens 4 Kanälen
(TFR 4B o.Ä.)

1 ESC mit ca. 30-40A Belastbarkeit
(30A Plush 30A copterregler bis YGE 35A LVT (12-80€)

1 Akkupack 3S ca. 650mAh und hoher (mind. 40C) Belastbarkeit.
(von 2S800mAh bis 4S500mAh)

Props: APC 4,75x4,5 - 5,25x6,25 (3-4s an 2300-2600kv),
HJK 6,8x10 könnte mit 3s und etwa 1900kv auch funktionieren (käme auf nen versuch an)
oder auch die 7,5x13,5 3blatt Klapp bei passend gebautem Motor und Regler mit Bremse)

Die 55cm Fläche ist in GFK- Schalenbauweise mit Balsa als stützstoff und Kohleholm aufgebaut.
Der Rumpf besteht aus GFK mit Kohlerovings zur Verstärkung.
Die Leitwerksteile bestehen aus GFK mit "Rohacell" -Schaumstoffkern.
Das Flächenende und die Rumpföffnung wird angezeichnet .....
... und mit dem Dremel ausgeschnitten.

Vorn und hinten müssen unter der Fläche ca. 2cm für die Flächenbefestigung stehenbleiben. Die Öffnung ist groß genug, wenn der 3S 650mAh Akku sich schräg hineinstecken und flach hinlegen lässt.

Hinten muss ein kleines loch für die Nase des Seitenleitwerkes in den Rumpf geschnitten werden.
Um die richtige stelle zu finden, benutzt man das Seitenleitwerk, das genau auf die Profilaussparung des Rumppfendes gelegt wird.

Ich bohre dort 2 kleine Löcher in den Leitwerksträger und feile das Ganze mit einer Schlüsselfeile aus.

Die Leitwerksteile werden verputzt.
die Klebeflächen entgratet und am Höhenleitwerk aufgeraut.
Dann werden die beiden Teile zusammengesetzt.
Um sie sauber aurichten und die Winkel korrigieren zu können, benutze ich dafür UHU-Endfest.
Normales 5min-Epoxi tut es sicher genauso gut.
Das Ausrichten erledige ich mit 2 Dreiecken.
Die Mitte der schwarzen Gewindeplatten aus dem Kleinteilsatz wird markiert....
...und es werden die Bohrungen in d= 2,3mm gesetzt.
Mit dem Handgewindebohrer werden die M3 Gewinde eingeschnitten.

Wenn man mag, kann man die Platten noch um rund 1/3 ihres Gewichtes erleichtern.

Da die NAht genau die Mitte der Tragfläche anzeigt, ist es einfach, den richtigen Punkt für die Flächenbohrung 10mm von der Vorderkante...
....und ebenso 10mm von der Hinterkante zu markieren.
Beim Bohren legen ich eine Balsa_endleiste unter, um die fläch grade auflegen zu können.
Ebenso beim Ansenken.
Wenn man alles richtig gemacht hat, sieht das Ergebnis so aus.
Anhand der Rumpf- und Flächennähte wird die Fläche auf dem Rumpf positioniert und die 3mm Bohrungen werden angerissen.
damit dann beim "richtigen" Bohren die Rumpfnaht weniger belastet wird, hlate ich immer ein Stück sperrholz drunter.
Bevor man die 2. Bohrung markiert, wird der rechtwinklige Sitz der Fläche nochmal mit dem Abstand Flächenspitzen / Rumpfende überprüft.
Dann werden die Gewindeplatten angerauht und durch die Bohrung vrschraubt.
Natürlich wird der Rumpf innen auch angerauht.
Auf die Platte wird UHU endfest platziert.
Dann wird sie positioniert und nach oben gedrückt.
2 Schaumstoffstücke halten die Platten während des Trocknens in ihrer Position.
an der vorbereiteten Leitwerkseinheit werden die Klebeflächen angerauht.
Ebenso verfährt man am Rumpf.
Das Leitwerk wird mit Epoxi aufgeklebt.
Mit aufgeschraubter Fläche wird das Leitwerk parallel zur Tragfläche und fluchtend in Längsachse ausgerichtet.
In der Mitte der Flächenunterseite wird eine Öffnung für die Servoanschlüsse geschnitten.
Kleine, dünne Servos liegen komplett innerhalb der Fläche.
Größere Servos ragen unterschiedlich weit aus der Flächenunterseite und machen den Einsatz der Servoabdeckung aus dem Kleinteilesatz nötig.
Hier ein komplette Anlenkung mit kleinem Servo und flacher Abdeckung.
Die Anlenkung wird aus dem beiliegenden Stahldraht passend gebogen.
Hier ist sie mit kleinen GFK-Scheiben gegen das Herusrutschen gesichert.
Alternativ kann man dafür auch dünnen Schrumpfschlauch oder kurze Stücken aus 0,8er Anlenkungsröhrchen nehemen, die mit einem Tropfen CA gesichert werden.
Eine andere Anlenkung mit großem Servo, das deutlich aus der Fläche heraussteht.
Hier muss die beiliegende Servoabdeckung verwendet werden.
Die Verbindung zwischen Empfänger und Flächenservos kann auf verschiedene Weise hergestellt werden.
Ich nutze normale Servostecker, aber auch verschiedene kleine Zentralstecker können verwendet werden, wie z.B. Balancerkupplungen.
An Höhenleitwerk wird der beiliegende Anlenkungshebel angebracht.
Oder halt ein selbstgemachter.
Im Rumpf liegt das Höhenleitwerksservo auf dem beschichteten Stück Balsa und wird mit dem Stück Dreikantbalsa aus dem Kleinteilesatz zusätzlich an der Rumpfwand angebunden.

Vor dem Verkleben muss die Anlenkung eingehängt werden.

Der Stahldrahtwinkel aus dem Kleinteilesatz, steckt im vorderen Ende der beiliegenden Schubstange aus CFK.

Meine Variante zum Einbau des HLW von der Seite.
So kann sich der Servohebel nicht am Empfänger verhaken.
Über dem Höhenruderservo liegt der Empfänger.
Im Bild gezeigt ist ein kleiner, leichter 4-Kanal Empfänger.
(2x Querruder, Höhenruder und Regler)

Der Motoreinbau wird normalerweise mit dem beiliegenden Motorspant erledigt.
Der wird wie üblich eingepasst, sauber ausgerichtet (0° Sturz und 0° Seitenzug) und etwa 1-2mm tief im vorderen Rumpfende mit Sekundenkleber eingeklebt.
4 Epoxitropfen vor dem Spant sichern ihn davor, nach vorne ausgerissen werden zu können.

Die Tropfen müssen so plaziert werden, dass der Motor noch plan auf dem Motorspant aufliegen kann. Zuletzt wird der Motor von hinten durch den Rumpf mit leichten (alu oder nylon) Schrauben am Spant angeschraubt.

Da es mir persönlich zu umständlich ist, die Schrauben durch das Rumpfvorderteil durch den Spant in den Motor zu fummeln, habe mir wieder ein 2,7g schweres Aludrehteil gefertigt.
Da hinein wird der Motor mit Loctite 638 eingeklebt.

Alternativ werden 2 Löcher gebohrt und 2 sehr kurze Schrauben aus 7075er Alu verwendet.
Nylonschrauben sind noch leichter und wurden auch schon für die Motorbefestigung benutzt.

Geeignete Motoren der Baugröße 2204 - 2206 aller Qualitäts- und Preisklassen stehen in großer Auswahl zur Verfügung.
Ich persönlich mag die Motoren von Brotherhobby und DYS wegen ihrer besonders hochwertigen Statorbleche.
Ausserdem ersetze ich natürlich die Werkswicklung durch eine optimierte.
Das muss man aber nicht wirklich!

Die spezifische Drehzahl des Motors sollte entsprechend der verwendeten Zellenzahl und dem verwendeten Prop ausgewählt werden.
Setups auf der FDD-Seite geben einen guten Anhalt für die Auswahl.

Das Aluteil passt vorne saugend in den Rumpf und wird mit einem Ring aus Tesa gesichert.
Das Ergebnis sieht man unten im Bild.
So kann der Motor schon vor dem Einbau mit dem Steller verlötet werden und die ganze Einheit kann dann von vorn in den Rumpf eingeschoben werden, weil der volle Rumpfquerschnitt dafür zur Verfügung steht.
Der Regler liegt im Rumpfvorderteil zwischen Motor und Akku.
Die Kabel sollten soweit wie möglich gekürzt werden.
Die Verbindung zwischen Motor und Regler sollte verlötet werden.
Die Antennen führe ich hinter der Fläche nach aussen, winkle sie auf 90° ab und lege sie mit Tesa fest.
Die Ausschläge werden wie folgt empfohlen:

(immer gemessen an der tiefsten Stelle der Ruderklappen)
Höhenruder: speed +/-1mm Landung +/-2mm
Querruder: +/-3 bis 4mm

Schwerpunkt (CG) 33% hinter der Flächenvorderkante.

Diese Nano wiegt mit 30A Regler, 4 Kanal Empfänger TFR 4B; umgewickeltem Brotherhobby T2 Motor; 3Blatt Klapplatte; HK 5330 Flächenservos und D03013 HLW Servo komplett aufgerüstet 185g.
Somit darf Sie 65g Akku tragen.
Hier kommt ein Gens--ace Tattu Akku 3S650mAh 65C zum Einsatz.
Damit sind Geschwindigkeiten für ca. 200km/h in der 200m Messtrecke realistisch zu erreichen.

Apropos Propeller:
Ich benutze Klapplatten der Konstruktionsgröße 7,5" x 13,5" in den verschiedensten Konfigurationen.
Das verhindert Landeverluste und durch Kürzen der Blätter und den Einsatz verdrehter Mittelstücke kann ein breites Band an Auslegungen abgedeckt werden.

Die ganze Geschichte der "Nanoblade" und anderer FDD-Modelle sowie aktuelle Entwicklungen kann man hier finden!

 

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